50. Bezirksfreitag: „Alles im Griff?!“

Voll war es auf der Matte beim 50 Bezirksfreitag! Seit acht Jahren richtet der BFV  Judo Hannover regelmäßig am ersten Freitag im Monat einen Lehrgang mit wechselnden Referenten und spannenden Themen aus. Knapp 30 Judoka waren dann am vergangenen Freitag angereist, als Marcus Thom – Lehrreferent im NJV und Präsident des BFV Judo Hannover – fragte „Alles im Griff?!“

Zur Erwärmung ging es mit lustigen Klammerspielen los, wobei Wäscheklammern die Teilnehmer ins Schwitzen brachten. Mit stets verfügbaren Trainingsutensilien, wie Wäscheklammern und Tennisbällen tauchten dann alle gleich in die Materie ein. Zunächst wurde für den Griffkampf die Hand-Augen-Koordination trainiert. Und so wurde geklammert, getickt und jongliert. Weiter ging es im Thema Griffkraft an den Stationen Indianer Jones, Bälle quetschen und Pfützenspiel. Den Abschluss des Standparts bot dann ein Zirkeltraining, in dem mit Gürtel und Jacken das zum Einsatz kam, was ein Judoka eigentlich immer dabei hat. Die Übungen mündeten in der Grifferarbeitung und –lösung, sowie einem Ausblick.

Nach einer kleinen Pause mit dem traditionellen Schmaus von „Gummitieren“, einem Schluck Wasser und guten Gesprächen ging es dann am Boden weiter. Auch für Haltetechniken ist es natürlich immens wichtig „alles im Griff“ zu haben. Und so versuchte ein Teil der Teilnehmer alle bekannten Haltetechniken auf mindestens drei grundlegende Prinzipien zu untersuchen, während die anderen Teilnehmer anhand dieser Prinzipien den Superhaltegriff suchten. Natürlich wurden die Erkenntnisse gleich im Übungskampf ausprobiert, auch wenn man mal nicht zugreifen konnte, weil man Tennisbälle mit sich herum trug, oder einfach nur blind war, weil man die Augen zumachte.

Nach sehr kurzweiligen drei Stunden konnte zwar keiner mehr richtig zufassen und die Vorfreude auf den Muskelkater am nächsten Tag wuchs, aber alle waren begeistert. Und nach einem Jubiläumsfoto und einer erfrischenden Dusche konnte dann das Besteck beim Ausklang bei griechischen Spezialitäten schon wieder gut gehalten werden.

Auch im kommenden Jahr geht es weiter mit den Bezirksfreitagen, Starttermin ist der 3. Februar mit unserem Ausbildungsleiter Martin von den Benken.

bezirksfreitag

Ausrichter gesucht!

Der Bezirk Hannover sucht Ausrichter für die Bezirksmeisterschaften 2017.
Folgende Termine sind nun vom NJV für die BEM/BMM frei gegeben worden.

15.1. BEM U 15: verschoben auf den 13.5.17, ein Ausrichter wird gesucht, meldet euch bitte bis zum 7.11.16
26.3. BEM U 10
2.9. BEM U 12
3.9. BMM U 10
19.11. BMM U 12

Bewerbungsschluss ist der 31.10.2016. Besonders für die ersten beiden Meisterschaften werden dringend Ausrichter gesucht. Bitte richtet eure Bewerbungen an
sylke.bohlen@web.de. Das Sportreferententeam entscheidet nach Eingang aller Bewerbungen am 1.11.2016, wer welche Meisterschaft erhält.

BEM u12 – ein tolles Turnier in Linden!

Hat es mit dem Wetter zusammengehangen oder mit dem neuen Wertungssystem?
Egal, die Bezirks-Einzelmeisterschaft der unter Zwölfjährigen beeindruckt auch im Nachhinein.
Dreiunddreißig Mädchen und achtundachtzig Jungen hatten mit Eltern und/oder Betreuern den Weg ins Dojo des JC Linden, in der Liepmannstraße, gefunden, um hier auf drei Matten ihre Meisterschaft auszutragen.
Wie von den Vorjahren gewohnt, war hier an alles gedacht worden, so dass das Turnier um etwa 11.30 Uhr mit den Mädchen beginnen konnte. Dank der geringen Teilnehmerzahl war dieser Teil, der auch einige technisch versierte junge Damen auf das Podest brachte, binnen einer Stunde durchgekämpft, ehe die Jungen ihre Duelle starten konnten.
Es gab wieder viele tolle Kämpfe zu sehen. Gäbe es noch einen Technikerpokal, so hätte ihn sicherlich Anis Hermez vom JudoTeam Hannover verdient. Schon auf anderen Meisterschaften war er durch seine brillante Technikvielfalt und Geschwindigkeit aufgefallen. Auch bei dieser Meisterschaft ging er unangefochten durch die Reihen und holte durchweg zwei große Wertungen, vielfach mit Uchi-Mata, O-Goshi oder ähnlichen Techniken. Seine technische Bandbreite ist enorm, er hat ein ausgezeichnetes Körpergefühl und eine ebensolche Geschwindigkeit. Bravo, und hohe Anerkennung! Mag er dem Judo lange erhalten bleiben und seine Erfolge auch in den nächsten Jahren in unveränderter Weise fortsetzen!
Erfolgreich sind aber oft auch die Kinder vieler Eltern, die ihre Heimat in Osteuropa haben, nun hier bei uns leben und ihre Kinder dem Judo zugeführt haben. Das ist auf jeden Fall eine große Bereicherung für unsere Vereine und für gutes Judo, was auch von ihnen heute und hier zu sehen war. Unter diesen Bedingungen kann Integration durch Sport gelingen.
Quantitativ und qualitativ mischt seit 2012 der VfL Grasdorf bei den Kindern sehr stark mit und hat auch hier wieder mehrere vordere Plätze belegt. Glückwunsch zu der seit Jahren konstanten Nachwuchsarbeit.
Ebenso geht auch bereits die nächste Generation der regionalen Judoberühmtheiten an den Start. Gut gekämpft und auf die vorderen Ränge kamen z.B. die Söhne von JC Hannover-Süd-Chef Andy Meusel oder auch von unserem DJB-Schulsport-Verantwortlichen Oliver Pietruschke.
Aber auch andere, die der Ergebnisliste zu entnehmen sind, waren hier technisch herausragend, was nicht nur mit Urkunde und Medaille, sondern für jeden Erstplatzierten auch mit dem obligatorischen BFV-T-Shirt belobigt wurde.
Insgesamt war das Niveau dieses Turniers sehr hoch, hat allen Anwesenden gut gefallen – auch wenn viele mit den neuen Wertungsregeln nicht gleich klar kamen –, und die wenigen Verletzungen, die es gab, verliefen sämtlich glimpflich.
Dank dem Ausrichter, den Listenführern, den Sanis, den Kampfrichtern und Funktionären, die alle ihren Samstag geopfert haben, um die Meisterschaft gegen 16.30 Uhr ihren Ausklang finden zu lassen.
Reinhard Plagens