Zwei neue Kampfrichterlizenzen im Bezirk Hannover

Im ersten Halbjahr 2017 stellten sich mit Valeri Bosch (Eintracht Hildesheim) und Phillip Galler (Judo in Holle) zwei Kampfrichter der Prüfung zur nächsthöheren Lizenz. Die beiden jungen, engagierten Unparteiischen nahmen seit ihrer letzten Lizensierung zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in ihren Heimatuntergliederungen und angrenzenden Gebieten wahr. Aufgrund ihrer beständig guten Leistungen fiel es der Bezirkskampfrichterkommission leicht, beiden Kampfrichter nun die Bezirks-A-Lizenz zuzuerkennen. Bezirkskampfrichterreferent Walter Ahrens bescheinigte seinen Schützlingen mittel- bis langfristig gute weitere Entwicklungschancen.

Herzlichen Glückwunsch im Namen aller Kollegen!

Phillip Galler

Valeri Bosch

 

Eine Liga, ein Favorit, ein Sieger: Eintracht Hildesheim!

Souverän erkämpfte sich am letzten Bezirksliga-Wochenende, dem 17. Juni, auf eigener Matte die Mannschaft von Eintracht Hildesheim, die in ihren drei letzten Mannschaftskämpfen mit 4:3 (gegen Elze), 5:2 (gegen KG PSV/JVH) und 6:1 (gegen Grasdorf) eindeutig zeigte, wer in diesem Jahr in der Liga das Sagen hatte, den Titel des Meisters.

War bis kurz vor Schluss noch nicht ganz klar, ob nun VfL Grasdorf oder die KG PSV/JVH auf den zweiten Platz kämen, so sorgte letztendlich der vorgenannte 6:1-Sieg gegen Grasdorf für klare Verhältnisse und ließ den in der Oberbewertung punktgleichen PSV dann dank der knapp besseren Unterbewertung noch auf den zweiten Rang steigen!

Da der Wunsch zu einem großen bzw. kleine Finale bestand, kamen an diesem Samstag, ab 15.10 Uhr, in der Holzbogenbinderhalle an den Sportplätzen nur die vier Ersten bzw. die vier Letzten gegeneinander.

Hoch her ging es natürlich immer, wenn der Lokalmatador antrat, insbesondere wenn sein ausländischer Leichtgewichtler, der hier als Gelbgurt auftrat und alles, was ihm ‚vor die Flinte‘ kam, mit Punkt abschoss‘. Insgesamt war hier eine Bombenstimmung, denn es gab viele tolle Kämpfe auf recht hohem Niveau und manches, was im Vorfeld als klar geregelt schien, wurde hernach auf den Kopf gestellt.

Im kleinen Finale standen sich Sulingen, Godshorn, Diekholzen und Hannover-Süd gegenüber. Sulingen stand schon früh mit drei verlorenen Mannschaftsduellen auf der Verliererstraße und wurde dann auch Tabellenletzter. Hannover-Süd konnte sich dann auch nur gegen Sulingen durchsetzen und landete auf dem vorletzten Platz, während es an diesem Tage Diekholzen mit drei gewonnenen Kämpfen gelang, sich vor Godshorn auf Platz fünf zu setzen.

Eine sehenswerte Veranstaltung, die gut organisiert war und auch den wenigen Zuschauern und Insidern viel Spaß gemacht hat und gegen 18.00 Uhr ihr rühmliches Ende fand.

Ein Dank ergeht an den Veranstalter, die Zeitnehmer, Sanis und Kampfrichter, die trotz des guten Wetters hier im Einsatz waren!

Die genaueren Ergebnisse zu den einzelnen Auseinandersetzungen sind dem entsprechenden Anhang auf der Homepage zu entnehmen.

Reinhard Plagens

Umgang mit Ude-garami im Wettkampfgeschehen

Ich bitte den beigefügten Artikel anlässlich des GP Düsseldorf zur Kenntnis zu nehmen.

Zitat:

Denn Bode teilt mit: „Ich gebe an unsere Kampfrichter die Empfehlung heraus, diesen Hebel, wenn er nicht zum Umdrehen benutzt wird (das heißt der Gegner kann sich mitbewegen) , sofort zu unterbrechen.

Stephan Bode (Bundeskampfrichterreferent) hat im Interview den Kampfrichterkollegen einen Handlungshinweis gegeben. Dieser wird im NJV-Bereich so umgesetzt.

 

Walter Ahrens

BfV Hannover-Kampfrichterreferent

Artikel S. Bode udegaramiBode201704

Wenn zwei das Gleiche tun

Auch am 3. Kampftag der Bezirksliga Hannover, der am 14. Mai in Elze, in der Sporthalle der Schule an der Sehlder Straße stattfand, hatte sich die Tabelle nicht geändert.

In der großzügigen Halle, die drei Matten Platz bot, fanden zeitgleich auch die Landesliga-Kämpfe der Damen statt, so dass an diesem herrlich schwülen Sonnen-Sonntag gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden konnten.

Die Auseinandersetzungen, die kurz vor 12.00 Uhr begonnen hatten, liefen – man möchte schon fast sagen ‚wie gewohnt‘ – ab, denn die, die im unteren Tabellenbereich anzutreffen sind, verloren meist höher, während die anderen Entscheidungen oft im Bereich 4:3 endeten und somit den ähnlichen Leistungsstand der Mannschaften erkennen ließen.

Was, um auch kurz die Landesliga zu beleuchten, immer mehr auffällt, sind (zum Glück) Kampfgemeinschaften, so dass überhaupt noch Mannschaftsstärke und -niveau erreicht werden kann, um an derlei Turnieren teilhaben zu können. Dass sich das unter Umständen sogar auszahlen kann, zeigen die Platzierungen von KG PSV/JVH sowie KG JudoTeam/JSC Hannover-Süd, die beide im vorderen bzw. mittleren Tabellenbereich anzutreffen sind.

Souverän jedoch zeigte und zeigt sich Eintracht Hildesheim, die bis zum heutigen Termin nichts anbrennen ließen und die Spitze unangefochten einbehalten. Gut schlägt sich dahinter auch VfL Grasdorf, der zugleich im Jugendbereich stets mit einer Vielzahl junger Kämpferinnen und Kämpfer auf sich aufmerksam zu machen weiß.

Hinter ihm liegt die KG PSV/JVH, gefolgt von Elze und KG JudoTeam/JSC Hannover-Süd, die aber am heutigen Tage zweimal unterlagen und deshalb ihren ehedem vierten Tabellenplatz nun mit Elze tauschen mussten. Auch Sulingen und Godshorn hatten heute kein Glück und verloren beide Begegnungen, was aber Diekholzen leider nicht reichte, um die rote Laterne abzugeben.

Einige Kämpfe waren recht attraktiv, andere quälten sich über die Runden, so dass ich mich genötigt sah, ab und an ein Auge auf die Duelle der Damen-Landesliga zu werfen, wo es aber ähnlich zuging.

Die gesamte Ausrichtung der Turniere war gut gelungen, die Sanis hatten nur einen ernsteren Fall und die Kampfrichter und Zeitnehmer brachten trotz des warmen Wetters eine gute Leistung, so dass nach 14.00 Uhr, dem Ende der Veranstaltung, für alle Beteiligten noch ausreichend Zeit zum Genuss des herrlichen Sommerwetters blieb.

Die Tabellen sind an entsprechender Stelle auf der Homepage zu finden.

Reinhard Plagens

Wenig, aber auf recht gutem Niveau

Mit 23 Mädchen und 49 Jungen war diese Bezirkseinzelmeisterschaft der u15, am 13. Mai, in Burgdorf, zwar nicht so stark besetzt wie im Vorjahr, aber das Niveau der Kämpfe war durchweg gut.

Die Halle am Berliner Ring war in diesen Tagen zwecks Umbauten an der Schule nur über Umwege zu erreichen, aber Samurai Burgdorf hatte dieses Problem mit seinen gelben ‚Samurai‘-Hinweisschildern bestens im Griff, und man wurde schon von der Straße her systematisch und gut bis zur Halle geleitet. Vorbildlich gelöst!

Auch die Cafeteria war insofern beispielhaft, als man für all das, was man dort an Ess- und Trinkbarem bekommen konnte, nur eine Spende zu zahlen hatte, die wahrscheinlich sehr unterschiedlich ausfiel. Exemplarisch!

Die zwei Matten in der Halle und die wenigen Mitgereisten der kleinen Kämpferinnen und Kämpfer ließen dann die Räumlichkeit überaus groß erscheinen und man hatte das Gefühl, dass sich alles darin etwas verlor.

Das Wetter, vor wenigen Tagen noch winterlich, hatte diesen Samstag eigentlich nicht zum Kampftag und zum Aufenthalt in Hallen auserkoren, denn es war schon morgens schwülwarm und die Sonne schien herrlich.

Die paar Mädchen, die ihre Duelle vielfach recht bissig und viel zu oft mit Tränen ausführten, standen schon nach einer Stunde bereit zur Siegerehrung, die im vorderen Hallenbereich stattfand.

Auch die Kämpfe der Jungen gingen teilweise sehr zügig vonstatten, da es an brillanten Techniken nicht mangelte. Ein exzellenter Athlet, den es immer wieder hervorzuheben gilt, ist Anis Hermez vom JudoTeam, der seine sämtlichen Kämpfe kurzzeitig mit exzellenten Uchi-Mata- und Harai-Goshi-Techniken bestaunenswert beendete.

Was ich auch in dieser Altersklasse generell vermisst habe, waren Befreiungstechniken, da gut ein Drittel – wenn nicht mehr – der Auseinandersetzungen im Boden per Haltegriff endeten und die Gehaltenen ahnungslos fest lagen. Ich hatte noch zu jedem Haltegriff mindestens eine Befreiungstechnik gelernt. Wo sind sie heute geblieben?

Im Großen und Ganzen hat es Spaß bereitet, diese Meisterschaft mit anzusehen und es gab sehr interessante Begegnungen, die ihr Ende gegen 15.00 Uhr fanden und vielen der Jungen (die Mädchen waren längst zu Hause) dennoch gewiss einen schönen Samstagnachmittag mit Urkunde und Medaille gebracht haben.

Die Sanis waren heute zum Glück auch mehr Trostspender, denn Retter, die Kampfrichter gaben ihr Bestes, die Zeitnehmer an den Tischen ebenso und die Cafeteria-Crew war ständig im Einsatz. Sylke Bohlen, die schon seit vielen Jahren die Listenführung der Turniere managt, hat das auch an diesem Tag mit ausgezeichneter Bravour gemeistert, wofür ihr großer Dank ergeht!

Ein Duell empfing mich dann doch noch am Ende des Parkplatzes. Hier waren zwei Nachtigallen im Sangeswettstreit.

Reinhard Plagens

BEM u10 mit geringerer Jungenbeteiligung

Ob es der morgendliche Nebel war oder die Zeitumstellung, ist schwer zu sagen, aber gegenüber dem Vorjahr war die Beteilgung an dieser Bezirks-Einzelmeisterschaft, am 26. März, in Holle, zumindest, was die Jungen betraf, um gut die Hälfte geringer.

Mit 24 Mädchen und 58 Jungen sollten dieses u-10-Turnier in der Mohldberghalle eigentlich zügig über die Bühne zu bringen sein, aber es startete erst gegen 11.00 Uhr und zog sich dann doch bis etwa 15.00 Uhr hin.

Das lag aber nicht daran, dass vor den Kämpfen noch einmal kurz die neuen Kampfregeln erklärt wurden, was womöglich öfter bei solch ‚Anfänger-Turnieren‘ gemacht werden sollte.

Die Starterinnen und Starter aus 18 Vereinen gaben alle ihr Bestes, was man auch von den Kampfrichtern sagen kann. Die vielen Sanitäter-Einsätze galten zum Glück primär den Tränen der kleinen Judoka, die hier teilweise erstmals auf der Matte waren und nun die ‚rauhe‘ Wirklichkeit der Auseinandersetzungen mitmachen ‚durften‘, die eben nicht immer so zart waren, wie man es womöglich von der Vereinsmatte her kannte.

Die 24 Mädels waren in einer Stunde mit ihren Kämpfen durch und harrten der Siegerehrung, die im rechten Bereich der Halle stattfand.

Hier und da gab es dann auch bei den Jungen interessante Duelle und man sah wie sehr dem einen der Sport schon Spaß machte, weil er mehrmals erfolgreich war und wie sehr sich die anderen eben noch darin versuchten.

Die mit drei Matten bestens ausgerichtete Veranstaltung trug dazu bei, dass sich die wenigen Eltern, Betreuer und Trainer in der großen Halle ziemlich verloren. Die Zeitnehmertische, großenteils mit Bildschirm-Anzeigen ausgestattet, waren gut im Einsatz wie auch die schon erwähnten Sanis und Kamprichter an diesem Tag. Die gewohnt gut bestückte Cafeteria im Obergeschoss der Halle, war ebenfalls gut gerüstet und bot reichhaltig Versorgung. Eine rundum gut organisierte Vorstellung.

Als man gegen 15.00 Uhr die Halle verließ, hatte der Tag einem strahlenden Sonnenschein Platz gemacht und beleuchtete den großen Parkplatz auf dem zahlreiche Fahrzeuge wunderbar zugeparkt waren.

Reinhard Plagens