Archiv für den Monat: Mai 2017

Wenn zwei das Gleiche tun

Auch am 3. Kampftag der Bezirksliga Hannover, der am 14. Mai in Elze, in der Sporthalle der Schule an der Sehlder Straße stattfand, hatte sich die Tabelle nicht geändert.

In der großzügigen Halle, die drei Matten Platz bot, fanden zeitgleich auch die Landesliga-Kämpfe der Damen statt, so dass an diesem herrlich schwülen Sonnen-Sonntag gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden konnten.

Die Auseinandersetzungen, die kurz vor 12.00 Uhr begonnen hatten, liefen – man möchte schon fast sagen ‚wie gewohnt‘ – ab, denn die, die im unteren Tabellenbereich anzutreffen sind, verloren meist höher, während die anderen Entscheidungen oft im Bereich 4:3 endeten und somit den ähnlichen Leistungsstand der Mannschaften erkennen ließen.

Was, um auch kurz die Landesliga zu beleuchten, immer mehr auffällt, sind (zum Glück) Kampfgemeinschaften, so dass überhaupt noch Mannschaftsstärke und -niveau erreicht werden kann, um an derlei Turnieren teilhaben zu können. Dass sich das unter Umständen sogar auszahlen kann, zeigen die Platzierungen von KG PSV/JVH sowie KG JudoTeam/JSC Hannover-Süd, die beide im vorderen bzw. mittleren Tabellenbereich anzutreffen sind.

Souverän jedoch zeigte und zeigt sich Eintracht Hildesheim, die bis zum heutigen Termin nichts anbrennen ließen und die Spitze unangefochten einbehalten. Gut schlägt sich dahinter auch VfL Grasdorf, der zugleich im Jugendbereich stets mit einer Vielzahl junger Kämpferinnen und Kämpfer auf sich aufmerksam zu machen weiß.

Hinter ihm liegt die KG PSV/JVH, gefolgt von Elze und KG JudoTeam/JSC Hannover-Süd, die aber am heutigen Tage zweimal unterlagen und deshalb ihren ehedem vierten Tabellenplatz nun mit Elze tauschen mussten. Auch Sulingen und Godshorn hatten heute kein Glück und verloren beide Begegnungen, was aber Diekholzen leider nicht reichte, um die rote Laterne abzugeben.

Einige Kämpfe waren recht attraktiv, andere quälten sich über die Runden, so dass ich mich genötigt sah, ab und an ein Auge auf die Duelle der Damen-Landesliga zu werfen, wo es aber ähnlich zuging.

Die gesamte Ausrichtung der Turniere war gut gelungen, die Sanis hatten nur einen ernsteren Fall und die Kampfrichter und Zeitnehmer brachten trotz des warmen Wetters eine gute Leistung, so dass nach 14.00 Uhr, dem Ende der Veranstaltung, für alle Beteiligten noch ausreichend Zeit zum Genuss des herrlichen Sommerwetters blieb.

Die Tabellen sind an entsprechender Stelle auf der Homepage zu finden.

Reinhard Plagens

Wenig, aber auf recht gutem Niveau

Mit 23 Mädchen und 49 Jungen war diese Bezirkseinzelmeisterschaft der u15, am 13. Mai, in Burgdorf, zwar nicht so stark besetzt wie im Vorjahr, aber das Niveau der Kämpfe war durchweg gut.

Die Halle am Berliner Ring war in diesen Tagen zwecks Umbauten an der Schule nur über Umwege zu erreichen, aber Samurai Burgdorf hatte dieses Problem mit seinen gelben ‚Samurai‘-Hinweisschildern bestens im Griff, und man wurde schon von der Straße her systematisch und gut bis zur Halle geleitet. Vorbildlich gelöst!

Auch die Cafeteria war insofern beispielhaft, als man für all das, was man dort an Ess- und Trinkbarem bekommen konnte, nur eine Spende zu zahlen hatte, die wahrscheinlich sehr unterschiedlich ausfiel. Exemplarisch!

Die zwei Matten in der Halle und die wenigen Mitgereisten der kleinen Kämpferinnen und Kämpfer ließen dann die Räumlichkeit überaus groß erscheinen und man hatte das Gefühl, dass sich alles darin etwas verlor.

Das Wetter, vor wenigen Tagen noch winterlich, hatte diesen Samstag eigentlich nicht zum Kampftag und zum Aufenthalt in Hallen auserkoren, denn es war schon morgens schwülwarm und die Sonne schien herrlich.

Die paar Mädchen, die ihre Duelle vielfach recht bissig und viel zu oft mit Tränen ausführten, standen schon nach einer Stunde bereit zur Siegerehrung, die im vorderen Hallenbereich stattfand.

Auch die Kämpfe der Jungen gingen teilweise sehr zügig vonstatten, da es an brillanten Techniken nicht mangelte. Ein exzellenter Athlet, den es immer wieder hervorzuheben gilt, ist Anis Hermez vom JudoTeam, der seine sämtlichen Kämpfe kurzzeitig mit exzellenten Uchi-Mata- und Harai-Goshi-Techniken bestaunenswert beendete.

Was ich auch in dieser Altersklasse generell vermisst habe, waren Befreiungstechniken, da gut ein Drittel – wenn nicht mehr – der Auseinandersetzungen im Boden per Haltegriff endeten und die Gehaltenen ahnungslos fest lagen. Ich hatte noch zu jedem Haltegriff mindestens eine Befreiungstechnik gelernt. Wo sind sie heute geblieben?

Im Großen und Ganzen hat es Spaß bereitet, diese Meisterschaft mit anzusehen und es gab sehr interessante Begegnungen, die ihr Ende gegen 15.00 Uhr fanden und vielen der Jungen (die Mädchen waren längst zu Hause) dennoch gewiss einen schönen Samstagnachmittag mit Urkunde und Medaille gebracht haben.

Die Sanis waren heute zum Glück auch mehr Trostspender, denn Retter, die Kampfrichter gaben ihr Bestes, die Zeitnehmer an den Tischen ebenso und die Cafeteria-Crew war ständig im Einsatz. Sylke Bohlen, die schon seit vielen Jahren die Listenführung der Turniere managt, hat das auch an diesem Tag mit ausgezeichneter Bravour gemeistert, wofür ihr großer Dank ergeht!

Ein Duell empfing mich dann doch noch am Ende des Parkplatzes. Hier waren zwei Nachtigallen im Sangeswettstreit.

Reinhard Plagens